Hand haelt Smarthpone mit Nachricht am Display

Schützen Sie sich vor Betrug im Namen der Post

So erkennen Sie Phishing, Fake-SMS und Online-Betrug

13.10.2026 9 Min. Lesezeit
Neuigkeiten


Ob per E-Mail, SMS, QR-Code oder Telefonanruf: Betrüger*innen entwickeln ihre Methoden ständig weiter. Bekannte Unternehmen genießen großes Vertrauen und werden deshalb häufig als Absender gefälschter Nachrichten missbraucht. Der hohe Bekanntheitsgrad und das Vertrauen, das viele Menschen der Österreichischen Post entgegenbringen, werden leider immer wieder für Betrugsversuche missbraucht.

Um das Bewusstsein für diese Gefahren zu stärken, beteiligt sich die Österreichische Post gemeinsam mit der Initiative „Phishen Impossible“ an Aufklärungsmaßnahmen rund um Phishing und Online-Betrug. Ziel ist es, aktuelle Betrugsmaschen sichtbar zu machen und Menschen dabei zu unterstützen, ihre Daten und ihr Geld zu schützen. 

Phishing wird immer raffinierter

Unter Phishing versteht man den Versuch, Menschen zur Preisgabe sensibler Daten wie Passwörter, Kreditkarteninformationen oder Bankdaten zu bewegen. Während früher vor allem betrügerische E-Mails verbreitet waren, nutzen Kriminelle heute zahlreiche Kanäle: SMS, Messenger-Dienste, soziale Netzwerke, QR-Codes und sogar künstliche Intelligenz.

Wer die aktuellen Methoden kennt, kann Risiken frühzeitig erkennen und vermeiden.

1. Quishing: Wenn ein QR-Code zur Falle wird

QR-Codes erleichtern unseren Alltag. Sie ermöglichen schnelle Zahlungen, digitale Tickets oder den direkten Zugang zu Informationen.

Beim sogenannten Quishing platzieren Betrügerinnen jedoch gefälschte QR-Codes auf Parkautomaten, Ladesäulen oder öffentlichen Einrichtungen. Nach dem Scannen gelangen Nutzerinnen auf nachgemachte Webseiten, die echte Anbieter imitieren.

So schützen Sie sich:

  • Zieladresse vor dem Öffnen prüfen
  • QR-Codes auf mögliche Manipulationen kontrollieren
  • Keine sensiblen Daten auf unbekannten Webseiten eingeben

2. Spoofing: Wenn sogar die Telefonnummer gefälscht ist

Viele Menschen vertrauen einer bekannten Nummer auf ihrem Smartphone. Genau dieses Vertrauen machen sich Betrüger*innen zunutze.

Beim Spoofing wird die angezeigte Telefonnummer manipuliert. So scheint ein Anruf beispielsweise von einer Bank oder einem bekannten Unternehmen zu kommen. Während des Gesprächs versuchen Kriminelle, sensible Informationen oder Geldtransfers zu erlangen.

Wichtig: Beenden Sie verdächtige Gespräche und kontaktieren Sie Unternehmen oder Banken immer selbst über offizielle Kontaktmöglichkeiten.

3. Investment-Betrug mit KI-Unterstützung

Professionell gestaltete Webseiten, gefälschte Bewertungen und KI-generierte Prominentenwerbung machen viele Betrugsangebote glaubwürdig.

Die wichtigste Regel bleibt unverändert: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meist auch.

4. Money Mules: Das schnelle Geld mit hohen Risiken

Kriminelle suchen regelmäßig Menschen für angebliche Home-Office-Jobs. Die Tätigkeit klingt unkompliziert: Geld empfangen und weiterleiten. Tatsächlich dienen solche Konten häufig dazu, illegale Geldströme zu verschleiern. Die Betroffenen können sich dadurch selbst strafbar machen. Leiten Sie niemals Geld für unbekannte Personen oder Unternehmen über Ihr privates Konto weiter.

5. Abofallen und versteckte Kosten

Vermeintlich günstige Testangebote oder kostenlose Probezeiträume können sich als langfristige Kostenfalle entpuppen. Oft sind Kündigungsbedingungen versteckt oder Verträge verlängern sich automatisch.

Lesen Sie daher die Bedingungen sorgfältig und prüfen Sie vor einer Registrierung die Seriosität des Anbieters.

So schützen Sie sich vor Phishing

  • Die meisten Betrugsversuche lassen sich erkennen, wenn man einige grundlegende Sicherheitsregeln beachtet:
  • Links und QR-Codes kritisch prüfen
  • Persönliche Daten niemals unter Zeitdruck weitergeben
  • Ungewöhnliche Nachrichten hinterfragen
  • Sicherheitsupdates regelmäßig installieren
  • Im Zweifel direkt beim jeweiligen Unternehmen nachfragen

Die Methoden von Cyberkriminellen werden immer raffinierter.

Umso wichtiger ist es, aktuelle Betrugsmaschen zu kennen und wachsam zu bleiben. Die Österreichische Post unterstützt gemeinsam mit „Phishen Impossible“ die Aufklärung zu Phishing und Online-Betrug und informiert laufend über neue Betrugsversuche. Wer verdächtige Nachrichten kritisch hinterfragt und aktuelle Warnhinweise beachtet, kann sich wirksam vor Daten- und Geldverlust schützen.